Neues Leistungszentrum »Mass Personalization«   am Standort Stuttgart

16. Oktober 2017

Neues Leistungszentrum »Mass Personalization« am Standort Stuttgart

Die Landesregierung Baden-Württemberg fördert den Aufbau eines Leistungszentrums für „Mass Personalization“ mit fünf Millionen Euro. Das Zentrum ist eine gemeinsame Initiative der Universität Stuttgart und der Fraunhofer-Institute am Standort Stuttgart. Es erforscht interdisziplinär und branchenübergreifend Methoden, Verfahren, Prozesse, Produktsysteme und Geschäftsmodelle zur Herstellung personalisierter Produkte. Initiator des neuen Leistungszentrums ist IFF-Leiter Prof. Thomas Bauernhansl. Am Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) wird die Konfiguration des Montage-Exoskeletts mit seiner Variantenvielfalt erforscht und ein passendes personalisierbares Mensch-Exoskelett-Modell daraus abgeleitet.
[Bild: Fraunhofer IPA/Heike Quosdorf]

Die Landesregierung fördert den Aufbau eines »Leistungszentrums für Mass Personalization« in Stuttgart mit insgesamt 5 Millionen Euro. Dies gaben Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am 16. Oktober bekannt. Das Zentrum ist eine gemeinsame Initiative der Stuttgarter Fraunhofer-Institute IPA, IAO, IGB und IBP mit acht Instituten der Universität Stuttgart. Das neue Leistungszentrum erforscht interdisziplinär und branchenübergreifend Methoden, Verfahren, Prozesse, Produktionssysteme und Geschäftsmodelle zur Herstellung personalisierter Produkte.

Das Potenzial personalisierter Wertschöpfung ist derzeit noch kaum erschlossen und wird insbesondere in den Bereichen Wohnen, Mobilität und Gesundheit erwartet. Diese drei Bereiche sollen daher Schwerpunkt der Arbeit des Leistungszentrums werden. Eine der Fragestellungen ist vor dem Hintergrund des demographischen Wandels dabei beispielsweise, wie zukünftig im Automobilbau oder auch im Bauwesen mit personalisierten biomechatronischen Assistenzsystemen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben wird, länger aktiv im Beruf tätig zu sein, indem die hohe körperliche Belastung verringert wird.

Ziel ist, durch den Einsatz von maßgeschneiderten tragbaren Roboteranzügen (Exoskeletten) in verschiedensten Tätigkeiten eine optimale Haltung und Lastenverteilung im Körper des Trägers zu erreichen, einen Trainingseffekt zu erzielen und zusätzlich komplexe Fertigungs- oder Montageschritte maschinell zu unterstützen. Da hierbei neueste Verfahren der Ergonomie und Sicherheit angewandt, modernste Roboter- und Medizintechnik eingesetzt und das System in ein Gesamtkonzept der vernetzten Produktion einbezogen werden sollen, können die insgesamt hochkomplexen und anspruchsvollen Fragestellungen nur durch enge, transdisziplinäre Zusammenarbeit und mit Hilfe einer herausragenden Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur gestemmt werden.

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Dr. phil.

Birgit Spaeth

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit