Fachübergreifende Schlüsselqualifikationen im WS 25/26
Die Fachübergreifende Schlüsselqualifikation „Innovieren und Netzwerken: Biointelligenz erleben und verstehen“ ermöglicht Studierenden verschiedener Fachrichtungen, die Konzepte der Biointelligenz zu erleben und zu verstehen. Durch eine Kombination aus interaktiven Workshops, praktischen Erfahrungen auf dem Biointelligence Summit und einer systematischen Nachbereitung erlernen die Teilnehmenden innovative Methoden zur Problemlösung.
Im Rahmen der Qualifikation werden ausgewählte TRIZ-Methoden eingeführt, die als kreative Werkzeuge dienen, um komplexe Probleme zu analysieren und Lösungsideen zu generieren. Die Studierenden haben die Möglichkeit, ihre theoretischen Kenntnisse in der Praxis zu erproben und diese durch den Einsatz von KI-Tools zu erweitern.
Die Teilnehmenden präsentieren ihre Ergebnisse in einer Abschlussveranstaltung, wobei die Technologien und Ansätze kritisch diskutiert werden.
Diese Schlüsselqualifikation fördert nicht nur die Innovationsfähigkeit, sondern auch nachhaltiges Denken und Handeln in einer zunehmend komplexen Welt.
Kontakt: Nadine Silber, email: nadine.silber@iff.uni-stuttgart.de
Infos zur FÜSQ Innovieren und Netzwerken: Biointelligenz erleben und verstehen
Die Schlüsselqualifikation „Klimaneutralitätsstrategien in Unternehmen entwickeln“ vermittelt Studierenden aller Fachrichtungen grundlegende und anwendungsorientierte Kompetenzen zur Gestaltung nachhaltiger Transformationsprozesse in Organisationen. Im Zentrum steht der Erwerb von Wissen über CO₂-Bilanzen, regulatorische Rahmenbedingungen und strategische Maßnahmen zur Emissionsreduktion. In interdisziplinären Teams erarbeiten die Teilnehmenden praxisnahe Lösungsansätze und wenden diese im Rahmen von Fallanalysen, Workshops und industrienahen Webinarreihen an. Der Theorie-Praxis-Transfer wird durch den kontinuierlichen Austausch mit Expert:innen aus Wirtschaft und Wissenschaft gefördert. Ein zentrales Lernziel besteht in der eigenständigen Entwicklung eines interaktiven Planspiels, das Entscheidungsprozesse zur Erreichung von Klimaneutralität in Unternehmen modelliert. Die Lehrveranstaltung fördert sowohl systemisches Denken als auch kollaboratives Arbeiten und adressiert verschiedene kognitive Niveaus der Lernzieltaxonomie nach Bloom – von Wissen und Verstehen bis hin zu Anwendung, Analyse, Bewertung und Kreation. Sie qualifiziert die Studierenden für verantwortungsvolle Rollen im Kontext nachhaltiger Unternehmensentwicklung.
Kontakt: Robert Miehe, email: robert.miehe@iff.uni-stuttgart.de
Infos zur FÜSQ Klimaneutralitätsstrategien in Unternehmen entwickeln
Die Schlüsselqualifikation „Systematische Literaturrecherche – Wissenschaftlich suchen, finden, nutzen“ vermittelt Studierenden aller Fachrichtungen grundlegende und praxisnahe Kompetenzen zur zielgerichteten Recherche wissenschaftlicher Literatur. Im Zentrum steht der strukturierte Aufbau von Recherchekompetenz als zentrale Voraussetzung für wissenschaftliches Arbeiten, insbesondere im Kontext von Abschluss-, Studien- oder Forschungsarbeiten.
Die Teilnehmenden erwerben anwendungsorientiertes Wissen zur Entwicklung effizienter Suchstrategien, zur Auswahl geeigneter Datenbanken und Recherchetools sowie zur kritischen Bewertung und Verwaltung wissenschaftlicher Quellen. Ergänzend lernen sie ausgewählte Tools zur bibliometrischen Analyse kennen, um Forschungsfelder, Zitationsnetzwerke oder relevante Autor:innen systematisch zu identifizieren und einzuordnen.
Im Rahmen der Lehrveranstaltung recherchieren die Studierenden zu einem vorgegebenen oder selbst gewählten Thema, idealerweise im Hinblick auf eine eigene wissenschaftliche Arbeit. So wird ein unmittelbarer Bezug zur individuellen Studienpraxis hergestellt, und das Gelernte kann zielgerichtet auf eigene Fragestellungen angewendet werden.
Die Lehrveranstaltung fördert analytisches Denken, methodisches Vorgehen und eine reflektierte Nutzung digitaler Recherche- und Analysetools. Sie qualifiziert die Studierenden für ein selbstständiges, wissenschaftlich fundiertes Arbeiten in Studium und Forschung.
Kontakt: Chantall Rietdorf, email: chantal.rietdorf@iff.uni-stuttgart.de
Projektarbeitenim WS 25/26
Im Zuge der Digitalisierung von Produktionsprozessen werden Prozessgrößen zunehmend mittels digitaler Messsysteme erfasst. Dies erfolgt auch im Rahmen der statischen Versuchsplanung - Design of Experiments (DoE) - eine Methode welche zur Optimierung von Produktionsprozessen eingesetzt wird. Um die Vorgehensweise dieser Methode zu vermitteln, werden innerhalb von DoE-Schulungen Anwendungsbeispiele durchgeführt. Bei diesen Anwendungsbeispielen sind die Prozessgrößen allerdings bisher "händisch" aufzunehmen und anschließend manuell IT-technisch zu erfassen um eine Auswertung vornehmen zu können. Ein Anwendungsbeispiel ist der sogenannte "Katapultversuch", bei welchem ein Vorhersagemodell für die erzielbare Entfernung mittels eines mit einem Katapult zu schießenden Balls erstellt wird. In einer Vorarbeit wurde die Möglichkeit geschaffen relevante Daten des Katapultversuchs IT-technisch zu erfassen.
Kontakt: Andreas Aichele, email: andreas.aichele@ipa.fraunhofer.de
Die industrielle Produktion steht vor einem tiefgreifenden Wandel, geprägt durch Digitalisierung, neue Fertigungstechnologien, steigende Nachhaltigkeitsanforderungen und gesellschaftliche Umbrüche. Um langfristig zukunftsfähig zu bleiben, müssen zukünftige Produktionssysteme konsequent nachhaltig gestaltet werden – ökologisch, ökonomisch und sozial.
Dies kann jedoch nur gelingen, wenn Innovationen an den Schnittstellen vormals getrennter Disziplinen entwickelt werden. Gerade in den Bereichen, in denen sich Technologien, Prozesse und Denkweisen konvergieren, entstehen neue Lösungsansätze für die Herausforderungen der nachhaltigen Produktion.
Ziel der Projektarbeit ist es daher, thematische Schwerpunkte in ausgewählten Konvergenzbereichen zu untersuchen, z.B. an der Schnittstelle zwischen Robotik und Kreislaufwirtschaft, Klimaneutralität und Künstliche Intelligenz, digitale und biologische Transformation. Dabei sollen der Stand der Technik aufgearbeitet, zentrale Herausforderungen identifiziert und mögliche Lösungsansätze nach wissenschaftlichen Standards kritisch diskutiert werden.
Kontakt: Robert Miehe, email: robert.miehe@iff.uni-stuttgart.de
In diesem Projekt wird eine adaptive Steuerung für die Mensch-Roboter-Interaktion entwickelt, die auf ergonomischen Faktoren und physischer Ermüdung basiert. Ziel ist es, mithilfe von Sensoren (z B. IMUs, EMG, Kameras) die Körperhaltung und Ermüdung des Menschen in Echtzeit zu erfassen und daraufhin das Verhalten des Roboters automatisch anzupassen. Dadurch sollen körperliche Belastungen reduziert, die Arbeitssicherheit erhöht und die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter ergonomischer gestaltet werden.
Kontakt: Enrique Bances, email: nelson-enrique.bances-purizaca@iff.uni-stuttgart.de
In der Projektarbeit werden Methoden zur Erfassung der personenspezifischen Kinematik der menschlichen Wirbelsäule recherchiert und anhand ihrer Charakteristika (Anwendbarkeit, Genauigkeit, Zuverlässigkeit, ...) eingeordnet und klassifiziert. Die grundlegende und theoretische Einordnung auf Basis der wissenschaftlichen Literatur wird experimentell im Bewegungslabor beispielhaft anhand von Messungen geprüft. Hierfür ist eine eigenständige Versuchsplanung mit anschließender Messung durchzuführen. Probanden der Studie sind hierbei die einzelnen Gruppenmitglieder. Grundkentnisse im Bereich Anatomie, Biomechanik und/oder Bewegungswissenschaften sind von Vorteil, werden jedoch nicht vorrausgesetzt.
Kontakt: Mark Tröster, email: mark.troester@iff.uni-stuttgart.de
Kontakt:
Cornelia Schott
Ansprechpartnerin Lehre