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Das IFF bietet folgende Vorlesungen an:

Die Vorlesung Grundlagen einer biointelligenten Produktion wird auch im Wintersemester 2021/2022 angeboten

Vorlesungen

Produktionsunternehmen müssen sich in globalen Märkten behaupten: Sinkende Differenzierungsmöglichkeiten über Funktionalität, Qualität oder Preis ihrer Produkte rücken die Logistikleistung als Wettbewerbsfaktor in den Vordergrund. Darüber hinaus erfordern turbulente Märkte eine permanente Anpassung der Strukturen und Prozesse. Damit wird das Auftragsmanagement – die Ablaufplanung und -steuerung im Produktionsunternehmen – zum Erfolgsfaktor (auch PPS oder SCM). 
Die Modul Auftragsmanagement (AM I + II) vermittelt ein grundlegendes Verständnis zur Ablaufplanung und -steuerung von Produktionsunternehmen, typischen Praxisproblemen sowie Modelle, Methoden und Abläufe um diese zu lösen. Die Integration von Praxisbeispielen fördert das Verständnis für die theoretischen Methoden, Werkzeuge und Vorgehensweisen.

Schwerpunkte der Vorlesung AM 1: Ausgehend vom Grundverständnis zum Auftragsabwicklungsprozess werden die logistischen Grundlagen aus der Sicht der relevanten Analyseperspektiven sowie die wichtigsten Funktionen und Methoden zur Planung und Steuerung behandelt.

Produktionsunternehmen müssen sich in globalen Märkten behaupten: Sinkende Differenzierungsmöglichkeiten über Funktionalität, Qualität oder Preis ihrer Produkte rücken die Logistikleistung als Wettbewerbsfaktor in den Vordergrund. Darüber hinaus erfordern turbulente Märkte eine permanente Anpassung der Strukturen und Prozesse. Damit wird das Auftragsmanagement – die Ablaufplanung und -steuerung im Produktionsunternehmen – zum Erfolgsfaktor (auch PPS oder SCM). 
Die Modul Auftragsmanagement (AM I + II) vermittelt ein grundlegendes Verständnis zur Ablaufplanung und -steuerung von Produktionsunternehmen, typischen Praxisproblemen sowie Modelle, Methoden und Abläufe um diese zu lösen. Die Integration von Praxisbeispielen fördert das Verständnis für die theoretischen Methoden, Werkzeuge und Vorgehensweisen.

Schwerpunkte der Vorlesung AM 1: Ausgehend vom Grundverständnis zum Auftragsabwicklungsprozess werden die logistischen Grundlagen aus der Sicht der relevanten Analyseperspektiven sowie die wichtigsten Funktionen und Methoden zur Planung und Steuerung behandelt.

Ziel des Moduls ist es, den Studierenden Kompetenzen zur Digitalisierung der Produktion und Digitalisierung in der Produktion zu vermitteln. Um dieses Ziel zu erreichen, vertiefen die Studierenden ihr Wissen über Datenanfall, Datenebenen und Datennutzung in Bezug auf die Produktion. Parallel dazu werden sie mit der Umsetzung in der Praxis verschiedener Weltmarktführer wie Homag, Arburg, Schmalz, Fischer und weiterer vertraut gemacht, die es ihnen ermöglichen, das theoretische Wissen in die Praxis umzusetzen. 
Eine Exkursion zu dem Mitgliedsunternehmen ermöglicht Einblicke in die gelebte Praxis, und vermittelt ein besseres Verständnis der theoretischen Inhalte.

Lehrbeauftragter: Albrecht Winter und Ernst Esslinger

Betreuer von Seiten der Universität: Lukas Krispin

Inhalte:

• Was sind Daten
• Daten in verschiedenen Ebenen und Phasen der Produktion
• Physikalisch-technische Datenauswertung 
• Mathematisch-statistische Datenauswertung (algorithmische und korrelative Methoden)
• Daten auf Maschinenebene
• Virtuelle Maschine / Simulation der Inbetriebnahme
• Daten auf Fabrikebene
• Optimierung von Ressourcen durch Digitalisierung
• Daten auf Produktionsverbundebene
• Geschäftsmodelle durch Daten
• Individualisierung von Produkten (Losgröße 1) und Notwendigkeit der Digitalisierung
• Intelligente / autonome Systeme aus Datensicht
• Daten als Regelgröße für Fertigungs-/Montageprozesse

Voraussetzung für jede industrielle Produktion ist die Kenntnis der Beziehungen innerhalb eines Unternehmens (Organisation - Technik - Finanzen) sowie zwischen Unternehmen und Umwelt (Beschaffung und Vertrieb). 

Das Unternehmen wird als komplexes, offenes System verstanden. Ausgehend von der Unternehmensstrategie werden im weiteren Verlauf der Vorlesung die einzelnen Element des produzierenden Unternehmens erläutert, wobei der Schwerpunkt auf den dabei eingesetzten Methoden liegt. Nach den Ganzheitlichen Produktionssystemen werden die Produktentwicklung, die Arbeitsvorbereitung, das Auftragsmanagement sowie die aus Fertigung und Montage bestehende Produktion betrachtet. Um die Prozesse effektiv und effizient über alle Phasen hinweg betreiben zu können werden leistungsfähige IK-Systeme benötigt. Abschließend werden Methoden erläutert, mit denen Unternehmen ihre Produktion im turbulenten Umfeld ständig an neue Anforderungen adaptieren können.

Dozent: Prof. Bauernhansl

Ansprechpartner: Borislav Miljanovic

Betrachtet die Fabrik auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Ausgehend von der vertiefenden Betrachtung von Unternehmensmodellen und deren Rechtsformen wird die Wirtschaftlichkeitsrechnung vertieft. Dabei wird speziell auf produktionstechnische Fragestellungen des betrieblichen Rechnungswesens eingegangen. Außerdem werden Methoden der Entscheidungsfindung bei Investitionen, Methoden zur Berücksichtigung von Unsicherheiten und zum Life Cycle Management behandelt. Im letzten Teil werden Methoden zur Optimierung der Produktion gelehrt.

Dozent: Prof. Bauernhansl

Ansprechpartner: Simon Schmidt

Die Fertigungslehre vermittelt einen Überblick über das Gebiet der Fertigungstechnik. Es werden die wichtigsten in der industriellen Produktion eingesetzten Verfahren behandelt. Dazu gehören Urformen, Umformen, Trennen, Fügen, Beschichten sowie das Ändern von Stoffeigenschaften. Um die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Verfahren und Verfahrensgruppen darzustellen, werden vollständige Prozessketten vorgestellt. Durch unterschiedliche Prozessketten werden sämtliche zentrale Verfahren (DIN 8580) abgedeckt. Da sich aus den Prozessketten die Struktur ganzer Industrien und die innerbetriebliche Organisation ergeben, können so die Zusammenhänge zwischen den beiden Vorlesungen Fertigungslehre und Fabrikorganisation dargestellt werden.

Die Fabrikorganisation gibt einen Einblick in die Struktur, Geschäftsprozesse und den Aufbau eines Unternehmens. Neben den Grundlagen produzierender Unternehmen werden die Themen Innovation und Entwicklung, Fabrikplanung, Supply Chain Management, Lean Management, Kosten- und Leistungsrechnung sowie Schwerpunkte aus dem Bereich Industrie 4.0 behandelt.

Dozent: Prof. Bauernhansl

Vorlesungskoordination: Lukas Krispin und Simon Schmidt

Wettbewerbsfähige Unternehmen müssen ihre Fabriken und Produktionen in einem turbulenten Umfeld betreiben und sind daher gezwungen ihre Strukturen und Prozesse kontinuierlich anzupassen und neu zu gestalten. Diese Anpassungsaufgaben bilden den Rahmen der Fabrikplanung und befassen sich schwerpunktmäßig mit Neu-, Erweiterungs- und Rationalisierungsplanungen. Der Vorlesungsablauf lehnt sich an der Vorgehensweise in der Fabrikplanung an, beginnend mit der Standortplanung bis hin zum fertig detaillierten Fabriklayout und orientiert sich an dem Lebenszyklus von Produkten, Betriebsmitteln, Gebäuden und Flächen. In den einzelnen Vorlesungen wird u.a. auf Themen wie Bestands- und Transportoptimierung, Produktionsprinzipien, Methoden des Wertstromdesigns sowie die Schnittstellenthemen „von der Planung zur Umsetzung" eingegangen. Die Vorstellung praxisnaher Projektbeispiele fördert das Verständnis für die theoretischen Methoden, Werkzeuge und Vorgehensweisen.

Dozent: Michael Lickefett

Ansprechpartner: Hans Reinerth

Erfolgreiche Unternehmen verfolgen, neben der kontinuierlichen Anpassung ihrer Produktion-, Logistik- und Organisationsstrukturen, eine konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur Produktionsoptimierung.
Als erster fachlicher Schwerpunkt, wird die fabrikplanungsspezifische Vorgehensweise in notwendigem Umfang wiederholt und mit umsetzungsrelevanten Aspekten wie Planungsdetaillierung und Architekturthemen ergänzt und vertieft.
Fabrikplanungsprojekte bedeuten gleichzeitig große Veränderungen vorhandener Fabrikstrukturen und bieten dadurch maximale Möglichkeiten zur Produktions-optimierung. Diese Thematik wird als zweiter fachlicher Schwerpunkt behandelt.
Neben den fachlichen Schwerpunkten ist in der Vorlesung auch spezifisches Methodenwissen bezüglich zwischenmenschlicher Zusammenarbeit berücksichtigt. Die Vorstellung praxisnaher Projektbeispiele fördert das Verständnis der erlernten theoretischen Inhalte.

Dozent: Herr M. Lickefett

Ansprechpartner: Herr H. Reinerth

  • Sie bekommen die besondere Rolle von Führungskräften vermittelt.
  • Sie erhalten einen Überblick über die Methoden und Werkzeuge der Unternehmensführung und verstehen die Unternehmensorganisation und -kultur als Hebel für die Umsetzung der strategischen und wirtschaftlichen Unternehmensziele.
  • Sie erlernen die Bedeutsamkeit von Kommunikation, Mitarbeiter-Motivation und Mitarbeiter-Engagements.
  • Sie verstehen die Anforderungen zur Steuerung der Leistungserbringung und Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams, auch über verschiedene Standorte, Zeitzonen und Organisationsformen hinweg.

Ansprechpartner: Thilo Schlegel

Dieses Modul hat die werkstoff- und anwendungstechnischen Grundlagen organischer Beschichtungsstoffe und organischer Beschichtungen zum Inhalt. Weiterhin werden die Grundlagen der Polymerchemie als wichtige Basis für das Verständnis der Lackbindemittel berücksichtigt. Es werden die Eigenschaften und die Struktur-Eigenschaftsbeziehungen des Verbundmaterials organische Beschichtung (i.d.R. bestehend aus Pigmenten, Füllstoffen und Bindemitteln) erläutert. Anhand von Beispielen aus der Praxis werden Einsatzgebiete und –grenzen von organischen Beschichtungsstoffen aufgezeigt. Schwerpunkt ist die Prozesskette Rohstoffe – Lack – (Applikation) – Lackierung mit dem Ziel praktischer Nutzanwendungen.

Dozent: Dr. M. Hilt

Dieses Modul hat die werkstoff- und anwendungstechnischen Grundlagen organischer Beschichtungsstoffe und organischer Beschichtungen zum Inhalt. Es werden die Eigenschaften und die Struktur-Eigenschaftsbeziehungen des Verbundmaterials organische Beschichtung (i.d.R. bestehend aus Pigmenten, Füllstoffen und Bindemitteln) erläutert. Insbesondere werden anhand von Beispielen aus der Praxis werden Einsatzgebiete und -grenzen von organischen Beschichtungsstoffen auf unterschiedlichen Substraten und für verscheiden Anwendungsfälle aufgezeigt. Schwerpunkt ist die Prozesskette Rohstoffe – Lack – Applikation – Lackierung mit dem Ziel praktischer Nutzanwendungen.

Dozent: Dr. M. Hilt

Stichpunkte:

  • Herstellungsprozesse für Lacke
  • Filmbildung unterschiedlicher Beschichtungsstoffe
  • Oberflächenvorbehandlung und Oberflächenvorbereitung unterschiedlicher Substrate
  • Grundlagen des Korrosionsschutzes bei Metallsubstraten
  • Nutzen von Beschichtungsstoffen
  • Eigenschaften unterschiedlicher Beschichtungen
  • Technische Anwendungen, Lackapplikation und Beschichtungsprozesse

Der Automatisierungsgrad und –umfang in der Produktion steigt in Richtung zunehmender Stückzahlen. Dies liegt an der immer noch begrenzten Flexibilität automatisierter Systeme. Die Aufwände, ein solches System zu planen, zu programmieren und sicher in Betrieb zu nehmen sind zu hoch, wenn häufige Änderungen in den Produktionsabläufen vorliegen. Heutige Automatisierungssysteme sind durch starre Vorgaben gekennzeichnet und besitzen wenig bis keine Intelligenz oder Fähigkeiten zur Entwicklung von Intelligenz. Eine Automatisierungstechnik, welche die Vielfalt der Produkte und die Flexibilität der Produktionsabläufe einschränkt, behindert somit die Individualisierung der Produktion.

Im Unterschied dazu ist der Mensch aufgrund seiner kognitiven Fähigkeiten zur Reaktion auf unvorhersehbare Ereignisse, zur Planung weiterer Schritte, zum Lernen, zum Sammeln von Erfahrungen und zur Kommunikation mit anderen in der Lage. Während diese Fähigkeiten die Werkstattfertigung zur flexibelsten, anpassungsfähigsten und zuverlässigsten Form der Produktion machen, sind sie ein Grund für die hohen Herstellungskosten in Hochlohnländern und werden daher hauptsächlich in der Kleinserienfertigung, im Prototypenbau oder der Einzelfertigung eingebracht. Die Integration kognitiver Fähigkeiten in die Massenproduktion, um die Anpassung an sich ändernde Anforderungen und Umgebungsbedingungen zu ermöglichen, ist daher eine zentrale Forderung an zukünftige Automatisierungssysteme und Gegenstand dieser Vorlesung. Zum Erreichen einer derartigen Funktionalität müssen Systeme mit Fähigkeiten zur

  • Perzeption und Kognition,
  • Lernen und Wissensrepräsentation,
  • Planung, Entscheidungsfindung und Schlussfolgern, sowie
  • Interaktion

ausgestattet sein. Es wird die technische Umsetzung dieser zentralen Fähigkeiten eines kognitiven Systems für Produktionsprozesse behandelt. Dabei werden insbesondere Fragestellungen der Aufnahme und Verarbeitung von Daten und Informationen aus Produktionsprozessen, der Mustererkennung, der vorausschauenden Instandhaltung, der Selbstkonfiguration, der Mensch-Maschine-Interaktion, der Integration autonomer kognitiver Systeme wie bspw. Roboter in die Produktion, der Vernetzung oder der automatischen Prozesssteuerung und –optimierung behandelt.

Dozent: Professor Marco Huber

Wichtigste Aufgabe der Fertigungsmesstechnik ist es, im Produktenstehungsprozess, der sich von der Entwicklung und Konstruktion bis zur Auslieferung an den Kunden erstreckt, Informationen über die Qualitätslage von Produkten und Prozessen in Form von Mess- und Prüfdaten zu liefern, die die Grundlage für die Qualitätssicherung bilden. Dabei beschränkt sich der Begriff Fertigungsmesstechnik nicht auf technische Verfahren zur Ermittlung der Messwerte, sondern erstreckt sich auch auf organisatorische Aspekte, die mit der Mess- und Prüftechnik in der Fertigung verknüpft sind.

Dozent: Prof. Onorific Dipl.-Ing. Jörg Siegert

Ansprechpartner: Herr J. Siegert

Heutige Technologien und etablierte Denkmuster in der Industrie sind ungeeignet für die Realisierung einer nachhaltigen Produktion. Um den notwendigen Wandel im Denken und Handeln zu vollziehen, wurde jüngst das Konzept der biointelligenten Produktion entwickelt, dass mittelfristig einen ähnlichen Stellenwert in Industrie, Gesellschaft und Politik einnehmen wird, wie heute die Digitalisierung. Die Vorlesung „Grundlagen der biointelligenten Produktion“ dient der Einführung in dieses sich rasch entwickelnde Feld. Es soll Studierende für Probleme heutiger Denkmuster in den Produktionswissenschaften sensibilisieren und sie mit einem Mind- und Toolset ausstatten, um selber aktiv den Wandel hin zu einer nachhaltigen Produktion zu gestalten. Die vermittelten Ansätze, die sich aus Elementen der Ingenieur-, Informations- und Lebenswissenschaften speisen, dienen nicht der ultimativen Lösungen für eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, sondern der Anregung des wissenschaftlichen Diskurses. Die Vorlesung richtet sich an Studierende in produktionsorientierten Wissenschaftsbereichen mit geringer Erfahrung in den Lebenswissenschaften und der Nachhaltigkeit.

Dozent und Ansprechpartner: Dr.-Ing. Robert Miehe

Die Vorlesung vermittelt die allgemeinen Grundlagen der Oberflächen- und Beschichtungstechnik. Dabei werden vor allem die industrierelevanten und technologisch interessanten Beschichtungsverfahren aus der Lackiertechnik und Galvanotechnik vorgestellt und besondere Aspekte der Schicht-Funktionalität, Qualität, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit behandelt. Der Stoff wird darüber hinaus praxisnah durch Besuche in den institutseigenen Versuchsfeldern veranschaulicht. Die Einführung in die Beschichtungsverfahren behandelt Themen wie Vorbehandlungsverfahren, galvanische Abscheideverfahren, industrielle Nass- und Pulver-Lackierverfahren, Trocknungssysteme, Simulation, Fördertechnik und Logistik. Schwerpunkte sind auch Energieeffizienz und Sicherheitstechnik beim Lackieren. Themen der Vorlesung „Oberflächen- und Beschichtungstechnik II“ sind thermokinetische Beschichtungsverfahren sowie das Aufbringen von keramischen Schichten aus chemischen Prekursoren.

Die "Oberflächen und Beschichtungstechnik I" wird im WS vom IFF angeboten. Die "Oberflächen und Beschichtungstechnik II" wird am IFKB (Prof. Gadow) im SS gehalten. Die Prüfung Oberflächen- und Beschichtungstechnik beinhaltet den Stoff der Vorlesungen Oberflächen- und Beschichtungstechnik I und II.

Dozent und Ansprechpartner: Dr. Oliver Tiedje

Planung ist ein in vielen technischen Bereichen stark verbreiteter Begriff und beschreibt allgemein die vorausschauende Zusammensetzung von Handlungsschritten um ein vorgegebenes Ziel zu erreichen. Planungsaufgaben ergeben sich beispielsweise in der Bewegungsplanung von Robotern, bei der Regelung von technischen Anlagen oder in strategischen Spielen. Aber auch das Bewältigen organisatorischer Aufgaben im alltäglichen Leben erfordert oftmals planerisches Können. Die Ergebnisse der einzelnen, zukünftigen Handlungsschritte sind dabei typischerweise nicht exakt vorhersehbar. Unsicherheiten, die sich etwa aus unbekannten äußeren Störeinflüssen, nur näherungsweise gültigen physikalischen Modellen oder Sensorungenauigkeiten ergeben, beeinflussen die Ergebnisse in einem erheblichen Maße und müssen daher in die Planung mit einbezogen werden.

Die Vorlesung Probabilistische Planung bietet eine systematische Einführung in die Planung unter Berücksichtigung von Unsicherheiten. Die auftretenden Unsicherheiten werden dabei durch probabilistische Modelle beschrieben. Um einen erleichterten Einstieg in das Gebiet der probabilistischen Planung zu gewährleisten, gliedert sich die Vorlesung in drei zentrale Themengebiete, mit ansteigendem Grad an Unsicherheit.

  • Markov'sche Entscheidungsprobleme
  • Planung bei Messunsicherheiten
  • Reinforcement Learning

Neben der Vermittlung der theoretischen Herangehensweise bei der vorausschauenden Planung mittels probabilistischer Modelle, steht auch die Veranschaulichung der theoretischen Sachverhalte im Vordergrund. Zu diesem Zweck werden praxisrelevante Spezialfälle und Anwendungsbeispiele etwa aus dem Bereich der Robotik, des maschinellen Lernens oder der Sensoreinsatzplanung betrachtet.

Dozent: Professor Marco Huber

Der Student beherrscht Grundlagen in Bezug auf Verfahrenstechnik, Werkstofftechnik, Anlagentechnik und Schichteigenschaften von galvanisch erzeugten und PVD / CVD Schichten. 

Galvanotechnik (ca. 70 % des Moduls):

  • Grundlagen der elektrochemischen Metallabscheidung
  • Aufbau galvanischer Elektrolyte
  • Anlagentechnik
  • Prozessketten (Vorbehandlung, Spülen…)
  • Schichtaufbau
  • Schichteigenschaften
  • Schadensfälle und Schichtmesstechnik

PVD / CVD Technik(ca. 30 % des Moduls):

  • Grundlagen der vakuumbasierten Schichtabscheidung
  • Verfahrensweisen

Dozent: Dr.-Ing. Martin Metzner

Qualitätssicherung und -management müssen in zeitgemäßen Produktionsbetrieben von der Marktanalyse über die Beschaffung, Entwicklung und Fertigung bis zum Einsatz beim Kunden systematisch umgesetzt werden. Es existieren zahlreiche Methoden, z.B. Quality Function Deployment (QFD), Fehlermöglichkeits- und einflussanalyse (FMEA), Statistische Prozessregelung (SPC), etc., um die betrieblichen Abläufe zu regeln und zu optimieren. 

In der Vorlesung werden die dazu erforderlichen Methoden behandelt und an Fällen aus der industriellen Praxis vertieft. Die Erfüllung der Kundenanforderungen an Produkte und Dienstleistungen und die Kundenzufriedenheit stehen im Vordergrund eines zeitgemäßen Qualitätsmanagements. Die Vorlesung gibt einen überblick über die Aufgaben und die organisatorischen Maßnahmen für ein umfassendes Qualitätsmanagement. In die Betrachtung sind alle Phasen im Produktlebenszyklus, vom Marketing bis zur Nutzung einbezogen: Qualitätsphilosophie, Entwicklung von der Qualitätskontrolle zu TQM, Benchmarking, Aufbau und Einführung eines QM-Systems, Aufbau- und Ablauf-organisation, QM-Normen, QM-Handbuch, Auditierung, Aufgaben der Qualitätsplanung, Prüfmittel-überwachung, Q-Lenkung, u.a. Die Themen werden mit Beispielen und Erfahrungen aus der industriellen Praxis belegt. In den Übungen werden die in der Vorlesung angesprochenen QM-Methoden an Beispielen vertieft (FMEA, QFD, ...). 

Dozent: Dr.-Ing. Alexander Schloske

Sustainability in High Tech Unternehmen - mit Nachhaltigkeit zum Weltmarktführer 1

Diese Vorlesung behandelt die Grundlagen der Nachhaltigkeit und konzentriert sich auf technologieentwickelnde Unternehmen und die Industrie, insbesondere auf Firmen, die durch die Initiative des Campus Schwarzwald mit der Universität Stuttgart verbunden sind. Die Vorlesung umfasst die allgemeine Ansätze der Nachhaltigkeit (Grundlagen, Dimensionen, Verhältnis, Wachstum) und diskutiert deren Umsetzung anhand praktischer Beispiele aus der Wirtschaft. Zusätzlich werden die Themen Nachhaltigkeit im Produktlebenszyklus, Material- und Energieeffizienz, Digitalisierung und soziale Komponenten vorgestellt und analysiert.

Sustainability in High Tech Unternehmen - mit Nachhaltigkeit zum Weltmarktführer 2

Diese Vorlesung wurde von Experten aus Industrie, Bildung und Forschung konzipiert, um die in Vorlesung “ Sustainability in High Tech Unternehmen - mit Nachhaltigkeit zum Weltmarktführer 1“ erworbenen Grundlagen zu vertiefen. Verschiedene Beispiele aus der Praxis und Übungen unterstützen die Studierenden, die Inhalte der Nachhaltigkeit zu verstehen, anzuwenden und zu analysieren. Das theoretische Rahmenwerk nachhaltiger Wertschöpfung (Begrifflichkeiten, Geschichte, Strategien, Konzepte etc.) sowie die wesentlichen methodischen Ansätze in Unternehmen werden präsentiert und diskutiert. Die Fragen der Globalisierung und der Nachhaltigkeitspolitik werden ebenso behandelt wie die Auswirkungen der neuen Technologien und der Digitalisierung sowohl im industriellen Umfeld als auch in Sicherheits- und Compliance-Themen.

Dozenten: Dr. Kurt Schmalz, Dr.Ing. Robert Miehe, Christian Ziegler

Ansprechpartner: Liliana Zarco

Die Bedingungen des internationalen Wettbewerbs verursachen gegenwärtig eine starke Veränderung der Produktionsstrukturen in Deutschland. Aktuell reicht es nicht mehr aus, lediglich das richtige Produkt auf den richtigen Märkten zu platzieren. Ein Unternehmen muss dies besser, schneller und kostengünstiger und in Form eines maßgeschneiderten Leistungsbündels tun. Um dies zu erreichen, muss die Ressource Produktion zu Höchstleistungen fähig sein. Diesen Anforderungen sind viele Unternehmen heute noch nicht gewachsen.

In dieser Vorlesung werden ausgewählte technisch und organisatorisch orientierte strategische Ansätze vorgestellt, denen heute eine entscheidende Bedeutung bei der Reaktion auf und Gestaltung der Veränderungen zukommt. Mit Hilfe dieser Ansätze wird ein neuer Weg zu einer ganzheitlichen Unternehmensstrategie aufgezeigt, der die strukturelle Entwicklung der Produktion in die Unternehmensstrategie einbindet.

Im allgemeinen Teil werden die Rahmenbedingungen produzierender Unternehmen dargestellt sowie die Grundlagen der strategischen Planung im industriellen Unternehmen erörtert. Darauf aufbauend werden die verschiedenen strategischen Ansätze einer modernen Produktion und die Auswirkungen dieser Ansätze vertieft behandelt.

Dozent: Professor Thomas Bauernhansl

Ansprechpartner: Liliana Zarco

Am Beispiel des Automobils werden die bisherigen, theoretisch vermittelten Lehrinhalte des Hauptfaches Fabrikbetrieb erörtert. Den Studenten wird von der Wettbewerbssituation im Automobilbau über die Produktentstehung, die Produktplanung und das Wertschöpfungsnetzwerk bis hin zu den eingesetzten Technologien das Wissen an interessanten Fallbeispielen vermittelt. 

Professor Thomas Weber ist Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung. Er wird am Beispiel des Automobils die bisherigen, theoretisch vermittelten Lehrinhalte des Pflichtfaches Fabrikbetriebslehre erörtern.

Die Vorlesung wird als Kompaktveranstaltung gelesen. In zwei ganzen Tagen werden die Lehrinhalte an interessanten Fallbeispielen erörtert. Um den vermittelten Stoff noch weiter zu vertiefen, finden zwei Fachexkursionen zu Daimler Standorten statt. Sie ermöglicht den Studenten den realen Einblick in die Abläufe der Prozesskette und der hierbei eingesetzten Technologien. 

Zusätzlich finden an zwei Tagen noch Übungen zu den Vorlesungsinhalten stattfinden. Am Ende der Exkursion findet eine Diskussion mit Professor Weber und seinen Mitarbeitern über das Gesehene statt.

Dozent: Professor Thomas Weber

Ansprechpartner: Liliana Zarco

In der industriellen Produktion sind nahezu alle Arbeitsplätze in unternehmensinternen und externen Informations- und Kommunikationssystemen vernetzt. Gegenstand der Vorlesung über Informations- und Wissensmanagement in der Produktion sind Grundlagen und Methoden des Managements von Informationen über alle Stufen der Produktentstehung von der Idee und der Konstruktion bis zum Ende des Lebens technischer Produkte. 

Die Vorlesung baut auf einem Modell der Geschäftsprozesse auf, die von industriell hergestellten Produkten durchlaufen werden, und vermittelt die Methoden der Darstellung von vernetzten Geschäftsprozessen und die Gestaltung der Informationsflüsse. 

Das Augenmerk liegt dabei auf den IT-Prozessen, die die Produktentstehung und Technologieentwicklung begleiten sowie die weitere Verwendung der hier generierten Daten

Das Verständnis der Inhalte wird durch eine Übung vertieft. Diese findet als Blockveranstaltung statt. Ebenfalls gibt es in der Vorlesung verschiedene Beiträge von Gastdozenten, die einen Einblick in die Praxis vermitteln sollen.

Dozent: Prof. Bauernhansl

Ansprechpartner: Andreas Bildstein

In der industriellen Produktion sind nahezu alle Arbeitsplätze in unternehmensinternen und externen Informations- und Kommunikationssystemen vernetzt. Lernziel der Vorlesung ist es, Grundlagen, Methoden und Zusammenhänge des Managements von Informationen und Prozessen in der Produktion, sowohl in operativer als auch planerischer Ebene, zu vermitteln.

Schwerpunkte des ersten Teils der Vorlesung sind die Themen Fabrikplanung und Fabrikbetrieb und welche Rolle Informationstechnologie in diesen Bereichen spielt. Hier werden unter anderem die Themen Digitale und Virtuelle Fabrik behandelt. Im zweiten Teil der Vorlesung werden die IT-Werkzeuge vorgestellt, die bei der Bearbeitung von Produktionsaufträgen eine Rolle spielen, bevor im letzten Teil der Vorlesung auf aktuelle Trends und Entwicklungen in der IT-gestützten Produktion wie Industrie 4.0 eingegangen wird.

Dozent: Prof. Bauernhansl

Ansprechpartner: Andreas Bildstein

Dieses Bild zeigt Cornelia Schott
 

Cornelia Schott

Ansprechpartnerin Lehre

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